Jens Barnieck am Flügel im Barockhaus Foto: KVH

Die Kulturvereinigung Heidenrod präsentiert 2026 zusammen mit dem Förderverein Barockhaus Laufenselden ein außergewöhnliches Projekt zur europäischen Kultur, das durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain wesentlich gefördert wird. Am 21.08.2026 konnten wir an einem besonderen Klavierabend mit Vortrag des Pianisten Jens Barnieck teilhaben. Das Programm stand unter der Überschrift
„The Keys to Europe“ Musik verbindet Zeiten, Länder und Kulturen.
Wir erlebten einen Meilenstein dieser Konzert- und Vortragsreihe. An den den Klaviertasten (Tasten = engl. keys) wurde ein Teil der europäischen Musikgeschichte von Barock bis in die Gegenwart aufgeschlüsselt (Schlüssel = engl. keys). Die ausgewählten Stücke spiegelten repräsentativ die kulturelle Vielfalt und die Entwicklung Europas wider. Zwischen den Musikstücken wurden inspirierende Zitate von ausgewählten Personen aus Kunst, Journalismus und Zeitgeschichte verschiedener Länder Europas eingespielt. So entstand ein Programm, das perfekt vermittelt jeden Zuhörer berührte. Die verbindende Kraft der Musik und der Geist der Völkerverständigung im Sinne von Herders „Stimmen der Völker“ wurde spürbar.
Programm und Ablauf
| Biancamaria Frabotta (*1946) | Dichterin und Kritikerin |
| Domenico Scarlatti (1685-1757) | Sonate D-Dur K. 491 |
| Talvi Märja (*1935): | Erwachsenenbildnerin, emeritierte Professorin an der Universität Tallinn. Von 1995 bis 1999 Abgeordnete im estnischen Parlament sowie Mitglied des Stadtrats von Tallinn. |
| Erkki-Sven Tüür (*1959) | Piano Sonata 1 (1985) I. Presto |
| Alena Wagnerová (*1936): | Deutsch-tschechische Schriftstellerin, Kulturjournalistin und Oral-Historikerin. |
| Vitězslava Kaprálová (1915-1940) | Passacaille Grotesque (1935) |
| Jean-Claude Carrière (*1931) | Drehbuchautor |
| Joseph Bologne, Chevalier de Saint-George (1745-1799) | Klaviersonate C-Dur: Allegro |
| Rosa Regás (*1933): | Katalanische Schriftstellerin, Verlegerin, Lektorin und Übersetzerin. |
| Cristobal Halffter (1930-2021) | Cantando und historia (2013) |
| Pauline Viardot-Garcia (1821-1910) | Sérénade F-Dur (1885) |
| Vera Szekeres Varsa (*1933) | Sprachpädagogin und ehemalige Vorsitzende der ungarischen Sektion von Amnesty International. |
| Franz Liszt (1811-1886) | Consolation Nr. 3 Des-Dur (1849/50) |
| Maike Gosch: | Redakteurin (Nachdenkenseiten), Kommunikationsstrategin, Autorin, Rechtsanwältin |
| Friedrich Gernsheim (1839-1916) | Aus: Suite op. 8 Andante |
| Hanna Molden (*1940) | Schriftstellerin und Journalistin |
| Carl Czerny (1791-1857) | Eisenbahn-Variationen op. 431 über Johann Strauss‘ Eisenbahn-Lust-Walzer |
Texte: https://arbeitaneuropa.com/
Der Pianist JENS BARNIECK gibt Konzerte als Solist, Liedbegleiter und Kammermusikpartner in Amerika, Europa und Asien, u. a. Konzerthaus Berlin, Ravello Festival, Italien, Europäische Festwochen Passau, Jüdische Kulturtage Worms, Musikfestspiele Saar, Festival 2 Days and 2 Nights of New Music in Odessa, Festival Roaring Hooves, Mongolei, Les Grands Heures de Saint-Emilion, Frankreich, North American New Music Festival, Buffalo, Mémorial ACTe, Guadeloupe, etc.
Durch seine gleichzeitige und neugierige Beschäftigung mit Alter und Neuer Musik ist er nicht nur als Künstler gefragt, sondern ein Spezialist auf den verschiedensten Gebieten als Musiker, Autor, Komponist, Schauspieler und Entdecker. Letzteres ist zum Beispiel zu hören in bislang zwei Ersteinspielungen des gesamten Klavierwerks des Komponisten Friedrich Gernsheim auf dem Label Toccata Classics, London. Die dritte CD folgt im Frühjahr 2027. 2025 erschien eine CD mit Ersteinspielungen von Jens Barnieck restaurierten Werken von Joseph Bologne, Chevalier de Saint-George (1745-1799) auf dem Label Coviello Records (Jens Barnieck, Klavier / Jeanette Pitkevica, Violine), gefolgt von Konzerten und Radiosendungen im hessischen und französischen Rundfunk. Er ist auf wichtigen internationalen Festivals weltweit vertreten und arbeitet mit nationalen und internationalen Künstlern an verschiedenen Projekten zusammen (U.a. deutsche Erstaufführung „Katalog der Menschenrechte“ von Steve Heitzeg).
Jens Barnieck war Stipendiat der Bundeskulturstiftung/Land Hessen an der Cité Internationale des Arts, Paris und am Deutschen Studienzentrum Venedig. Außerdem wurde er gefördert von dem Deutschen Musikrat, der Avenira Foundation Schweiz, der Schiedmayer-Stiftung, der Hessischen Kulturstiftung, dem KulturFonds Frankfurt Rhein Main, der Kulturstiftung Taunusstein und war Artist-in-Residence am Virginia Center for the Creative Arts in den USA. Er hat an der Musikhochschule Detmold und der State University of New York at Buffalo studiert.
www.jensbarnieck.de
